Ulrike Killmer-Emde

Eutoniepädagogin und -therapeutin Gerda Alexander
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Eutonie Gerda Alexander

Der Begriff Eutonie setzt sich aus den Teilen Eu = gut, harmonisch und Tonus = Körperspannung zusammen. Eutonie bedeutet also einen Weg zur körperlichen Selbstwahrnehmung, ein Üben in ruhiger Aufmerksamkeit, ein Suchen nach Spannungsbalance.

Diese Übungsweise setzt beim eigenen Erleben und Erfahren an. In erspürenden Übungen mit verlangsamten Bewegungen lernen Sie den Aufbau und die Funktionen Ihres Körperorganismus kennen.

Durch immer feinere Wahrnehmungen, z.B. der Haut als der Begrenzung des Körpers, der Körperform und seines Volumens und Innenraumes, erleben und vervollständigen Sie Ihr Empfinden, das Sie von Ihrem Körper haben, also das Körperbild.

So können Sie Ihren Weg finden, um Fehlspannungen und Schmerzen, die Ihren Lebensrhythmus stören, nach und nach abzubauen. Indem Sie eine Entlastung in den zu sehr belasteten Gebieten (z.B. Rücken- oder Schulterbereich) erleben, entdecken Sie eine neue Beweglichkeit und Vitalisierung, mehr Wachheit und Offenheit.

Durch eine Freisetzung von Fixierungen empfinden Sie eine ausgewogene Stimmung im körperlichen wie seelischen Bereich.

Ein Ziel der Eutonie ist es, die Reflexe des Körpers freizusetzen, mit deren Hilfe er zur Aufrichtung, d.h. zu harmonischer, ausgeglichener Spannung in allen Bereichen gelangen kann.

Wir üben in Ruhe und Bewegung, meist im Liegen, aber auch im Sitzen oder Stehen. Materialien wie Kastanien, Bambusstäbe, Tennisbälle, halbe Holzbalken usw. helfen uns beim Spüren.

Gerda Alexander

wurde 1908 in Wuppertal geboren. Schon als Kind besuchte sie dort die Rhythmik- und Bewegungsschule von Otto Blensdorf (Schüler von Emile Jaques-Dalcroze).

1929 legte sie ihr Examen in der Rhythmik Jaques-Dalcroze an der Hochschule für Musik in Berlin ab und ging 1933 nach Kopenhagen. Ihr großes Intresse galt der Reform-Pädagogik, dem modernen Ausdruckstanz, der Choreographie und der Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schüler.

Von 1940 - 1987 bildetet sie in ihrer internationalen Schule SchülerInnen aus. 1986 wurde eine Eutonie-Ausbildung in Deutschland unter der Leitung von Karin Schaefer gegründet, die seit Juni 2006 von Renate Riese weitergeführt wird.

Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Gerda Alexander wieder in Wuppertal, dort verstarb sie 1994.

Der Name Eutonie Gerda Alexander und das Logo sind gesetzlich geschützt, ihr Gebrauch ist den diplomierten Eutoniepädagogen vorbehalten.

Eutonie ist eine Hilfe bei

  • Rücken- oder Gelenkschmerzen
  • muskulären Verspannungen
  • Stressbewältigung
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Vegetativen Störungen wie:
  • Stress / Nervosität / Schlafstörungen
  • Atem-, Stimm- und Sprachproblemen
  • Tinitus
  • einseitigen Belastungen
  • Eutonie eignet sich für Menschen jeglichen Alters. Schon einfache Körpererfahrungen führen zu weit reichenden, heilsamen Veränderungen im alltäglichen Leben.

    Helmut Milz: Eutonie - ein spannendes Vermächtnis.pdf